Fall: Fehlmedikation und Diagnosefehler
Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie schätzen Sie meine Erfolgsaussichten ein?
Der Fall:
Meine Frage: Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie sind meine Erfolgsaussichten? - Mein Fall: Aufgrund von Neurodermitis und Asthma verordnete mir mein Hausarzt das Medikament Cortison für den Zeitraum von über einem Jahr und in zu hoher Dosis (wie ich später erfahren habe).
Im Oktober 2010 hatte ich einen Arbeitsunfall, dabei habe ich mir das linke Handgelenk und zwei Rückenwirbel gebrochen (der Bruch der Rückenwirbel wurde aber am Unfalltag nicht erkannt), ich bekam Schmerzmittel und hielt die Rückenschmerzen für eine, durch den Sturz entstandene Prellung.
Nachdem das Handgelenk fast verheilt war und ich die Schmerzmittel absetzen konnte, nahmen die Schmerzen im Rücken wieder deutlich zu, ich berichtete dies meinem behandelnten Chirurgen der mir jedoch keinen Glauben schenkte, und mich nur nach eindringlichem bitten auf Kosten der Krankenkasse (nicht die der zuständigen Berufsgenossenschaft) geröngt hat !
Nach einer kurzen Befundung der Röntgenbilder, sagte er mir das meine Wirbelsäule unbeschädigt sei und gar "Jungfräulich" aussieht. Ich könnte wieder arbeiten gehen und mir mit Schmerzmitteln aushelfen !
In meiner Verzweiflung, aufgrund der starken Rückenschmerzen, begab ich mich zu meinem bereits am Anfang erwähnten Hausarzt.
Aufgrund des Röntgenbefundes meinte er das es sich wohl um eine Muskelentzündung handelt und versorgte mich für ca. 3 Wochen, fast täglich, mit schmerzstillenden und wieder Cortisonhaltigen Spritzen in den Rücken.
Diese Behandlung wurde durch den Weihnachtsurlaub der Arztpraxis unterbrochen und hatte bis zu diesem Zeitpunkt, nur den Erfolg, das ich die Schmerzen ertragen konnte.
Am 28.12.2010 waren die Schmerzen so stark, das ich nicht mehr in der Lage war mich zu bewegen und auch nicht ohne fremde Hilfe aufstehen konnte, da mein Hausarzt ja im Urlaub war, mußte meine Mutter den Hausärztlichen Notdienst informieren.
Die diensthabende Ärztin erkannte sofort das es sich nicht um eine Muskelentzündung handelt und überwies mich ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung.
Am nächsten Tag stellte man bei MRT und CT-Aufnahmen Frakturen an Brustwirbelkörper 10 und 12 fest.
Eine Knochendichtemessung ergab, das ich an einer Cortisoninduzierten Osteoporose leide.
Aufgrund dessen sind noch zwei weitere Wirbel nachgesintert (gebrochen), drei Bandscheiben sind vorgefallen die die Spinalkanäle verengen und ich mußte eine Operation (Kyphoplastie) über mich ergehen lassen.
Ich bin bis heute arbeitsunfähig, leide unter starken Schmerzen, die nur mit Betäubungsmitteln zu ertragen sind, und bin im Alter von 36 Jahren mitten aus dem Leben gerissen worden !
Mein Hausarzt hat mich in keinster Weise auf das Osteoporose-Risiko hingewiesen und auch nicht, durch entsprechende Zusatzmedikamente zum Cortison, wie z.B. Ossofortin ( verschreibungspflichtiges Calziumpräparat) und Alendronsäure, Vorsorge gegen die Osteoporose getroffen.
Kann ich gegen den Chirurgen, der die Brüche nicht erkannt hat und der durch seinen Diagnosefehler, für eine 3 Wochen lange schmerzhafte Fehlbehandlung verantwortlich ist, sowie gegen meinen Hausarzt der mich nicht auf das Osteoporose-Risiko hingewiesen, und durch seine Fehlmedikation mein Leben zerstört hat, eine Klage mit der Aussicht auf Erfolg anstreben ?
Ich bitte Sie um Ihre Hilfe und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
PLZ: 570..
Pseudonym: Rotti74
Bewertungszeitraum: beendet am Mittwoch, 13. Juli 2011
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Warum? | Rechtsanwalt | Datum/Zeit |
| JA* | überwiegend* | JA | Aufklährungsfeler, (therapeutische Aufklärung), Indikation?, Überdosierung* | Martin Quirmbach PLZ: 56410 Tel.: 02602999690 | 05.07.2011 10:02:21 |
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