Fall: Apollo Medienfonds
Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie schätzen Sie meine Erfolgsaussichten ein?
Der Fall:
Meine Frage: Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie sind meine Erfolgsaussichten? - Mein Fall:
ich habe einen Medienfonds APOLLO MEDIA 3.KG gezeichnet im Jahre 2001, der katastrophal schlecht läuft.
a. IIch war ständiger Kunde der Sparkasse Köln. Ich wurde von der Stadtsparkasse Köln telefonisch auf den Fonds aufmerksam gemacht Eine Mitarbeiterin der SK Köln rief mich an und teilte mir mit, sie habe einen interessanten Medienfonds, von dem sie mir die mir dann einen Flyer zuschickte.
b. Im Flyer heißt es: "Durch die Einbindung der SK Köln sollte gewährleistet sein, daß die Prognosen realistisch sind und die Risiken so weit wie möglich minimiert sind.".Im Frühjahr 2005 musste der Fondsinitiator zugeben, dass sich die Gesellschaft bei der Kalkulation massiv verschätzt hatte und dass die Fonds im Durchschnitt wohl nur 37 Prozent des investierten Geldes einspielen würden.
c) Der Prospekt wies als Ansprechpartner/ Vermittler die FDK Finanzdienste GmbH aus, eine Tochtergesellschaft der Stadtsparkasse, aus. Mit dieser habe ich dann telefoniert und ihm am 6.11.2000 meine Beitrittserklärung zugeschickt. Ein darüber hinausgehendes Gespräch gab es nicht mehr. Das war mein erster Medienfonds überhaupt. Andere Fonds hatte ich bis dahin noch keine. Ich hatte nur Aktien und festverzinsl Papiere.
d) Ich wurde nicht aufgeklärt, dass
die Sparkasse eine Innenprovisionen erhielt. Im Prospekt waren nur allgemein Vertriebsprovisionen für die Eigenkapitalbeschaffung summenmäßig als Globalsumme genannt. Über Verlustrisiken bei Totalausfall, Fehlen eines Zweitmarktes wurde ich ebenfalls nicht aufgeklärt. Es gibt keine obligatorische Fremdfinanzierung.
Tatsächlich teilten sich die FDK und die Sparkasse die Provision on 10 % 8 5% SK UND 5 %-FDK).
Habe ich Chancen, die SK Köln oder die FDK auf Rückabwicklung des Beitritts in Anspruch zu nehmen ?
Ist in dem telefonischen Anruf der Sparkasse bereits ein Beratungsgespräch anzunehmen ?
Hätte mich die SK darauf aufmerksam machen müssen, daß sie selbst auch einen Teil der Provisionen bekommt?
Dann hätte ich den Fonds nicht gezeichnet.
mfg
GeschädigterRudolf
PLZ: 509..
Pseudonym: GeschädigterRudolf
Bewertungszeitraum: beendet am Donnerstag, 11. November 2010
| Alle Bewertungen: |
| Klagen? | Chancen? | Anwalt aufsuchen? |
Warum? | Rechtsanwalt | Datum/Zeit |
| JA* | überwiegend* | JA | Ein entscheidendes Problem des Falles ist, ob nicht die Ansprüche bereits verjährt sind. Hierfür müsste geklärt werden, seit wann Herrn Rudolf die Innenprovisionen bekannt sind und ob diese auch bewiesen werden können. Ferner müsste geklärt werden, ob es irgendwelche Beweise dafür gibt, dass ihm die Sparkasse damals den Fonds empfahl, z. B. durch ein späteres Schreiben der Sparkasse.* | Dr. Langbein, Heike PLZ: 53113 Tel.: 0228 2496000 | 29.10.2010 13:06:23 |
| NEIN* | - | JA | Aufgrund unterschiedlicher Entscheidungen besteht ein Kostenrisiko; ich empfehle zunächst aus Kostengründen einen außergerichtlichen Einigungsversuch.* | Althäuser, Elke PLZ: 45549 Tel.: (02324)68 69 800 | 31.10.2010 10:59:47 |
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