Fall: Arlistige Täuschung


Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie schätzen Sie meine Erfolgsaussichten ein?


Der Fall:
Meine Frage: Soll ich den Rechtsweg beschreiten und wie sind meine Erfolgsaussichten? - Mein Fall: Ich habe mit meinem Partner (jetzt Ex-Partner) im August mehrere Darlehensverträge in Höhe von etwa 170.000 € unterschrieben. Diese Darlehen sind für sein Haus sowie die Auszahlung an seine Ex-Frau (110.000 Altdarlehen, 60000 € für die Auszahlung). Dies habe ich natürlich nur getan, weil ich ihm vertraute und auf eine gemeinsame Zukunft gebaut habe. Der Plan war der, dass wir sein Haus verkaufen und uns ein gemeinsames kaufen. Daher habe ich auch keinen Grundbucheintrag oder der gleichen für das jetzige Haus. Jedenfalls gab er mir 9 Tage nach den Unterschriften zu verstehen, dass die Beziehung beendet sei. Würde eine Strafanzeige wegen arglistiger Täuschung/Betrug Sinn machen? Kann ich hier Schadenersatz/Schmerzensgeld verlangen? Ich wohne bis heute noch in seinem Haus. Er möchte mich am liebsten raus schmeißen, trotz dass ich mit in den Darlehen stecke. Bisher habe ich ihm auch monatlich Geld gegeben, sonst hätte er das Haus nicht halten können. Ich möchte das Geld aber wieder zurück haben. Bestehen hier Chancen?

PLZ: 515..

Pseudonym: paulinchen

Bewertungszeitraum: beendet am Dienstag, 23. Oktober 2012

Alle Bewertungen:  
Klagen? Chancen? Anwalt
aufsuchen?
Warum? Rechtsanwalt Datum/Zeit
JA*absolut*JASehr geehrte Dame, nach den mir vorliegenden Informationen müssten meines Erachtens die Darlehensverträge wegen arglistiger Täuschung angefochten werden und die bereits bezahlten Darlehensverträge zurückverlangt werden, bei Nichtzahlung auch im Wege einer Klage. Die Darlehensverträge wurden nur unter der Bedingung unterzeichnet, dass eine Zukunftsgestaltung gemeinsam erfolgt. Dass diese Bedingung nicht eintritt, wurde Ihnen bereits nach 9 Tagen gegenüber deutlich gemacht, so dass die Unterzeichnung der Darlehensverträge arglistig herbeigeführt wurde. Ob auch ein strafrechtlicher Betrug vorliegt, müsste im Einzelfall noch geprüft werden. Insoweit rate ich Ihnen, sich anwaltlichen Beistand zu nehmen. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne unter der Telefonnummer 0221/91 40 770 14 zur Verfügung. Herzliche Grüße Helmut Kuckartz -Rechtsanwalt-*Kuckartz, Helmut
PLZ: 50670
Tel.: (0221) 9 14 07 70 10
11.10.2012
11:46:21
JA*überwiegend*JASie sollten unbedingt und vor allem schnell anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, weil Sie sonst riskieren, dass Ihnen rechtliche Möglichkeiten verloren gehen. "Arglistige Täuschung" ist ein zivilrechtlicher Begriff und betrifft unter anderem auch Anfechtungsrechte, und diese kann man eben schnell verlieren, wenn man zu lange wartet. Ob auch solche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, kann nur anhand möglichst vollständiger Unterlagen und Informationen geprüft werden. In jedem Fall muss berücksichtigt werden, dass Sie sich gegenüber außenstehenden Dritten verpflichtet haben; dabei ist es wichtig, wie diese Verpflichtung gestaltet ist (2. Darlehensnehmer, Bürge?), und dass z. B. Banken bei solchen Sachen sehr unflexibel auf Ihr Innenverhältnis zu dem Herren verweisen. Maßnahmen gegen diesen Herren müssen ebenfals geprüft werden, dabei müssen Sie aber unterscheiden zwischen dem, was alles machbar, und dem, was wirtschafltich sinnvoll ist. Schließlich geht es dann auch noch um Ihre persönliche Absicherung. Ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, muss natürlich auch geprüft werden (evtl. Betrug), aber von einer strafrechtlichen Ahndung haben Sie wirtschaftlich zunächst einmal keine Vorteile oder Sicherheiten. Mit freundlichen Grüssen Karl-Joachim Trude, Köln-Rodenkirchen*Trude, Karl-Joachim
PLZ: 50996
Tel.: 022193 12 43 0
10.10.2012
16:53:12
JA*überwiegend*JAEs wären noch mögliche Hintergründe zu ermitteln aus denen sich die arglistige Täuschung ergibt. Eine solche könnte vorliegen, da bereits nach 9 Tagen die Beziehung von ihm aufgelöst wurde.*Krause, Heike
PLZ: 50823
Tel.: 0221 551 060
10.10.2012
16:13:26
NEIN*      -JA Teraske, Marion
PLZ: 50321
Tel.: 02232 41 03 83
10.10.2012
16:37:22
JA*überwiegend*JAEs könnte sich ein Anspruch auf Befreiung von den Darlehensverbindlichkeiten gegen den Ex ergeben . Außerdem sollte geprüft werden, ob die Darlehensverträge gegenüber der Bank angefochten werden können wegen Sittenwidrigkeit . Dies ist von Ihren finanziellen Verhältnissen abhängig.*Holtgrave-Piedmont, Antje
PLZ: 53545
Tel.: 02644 40 45-46
11.10.2012
12:52:32

*Die kostenlose Bewertung durch den Rechtsanwalt erfolgt auf Basis seines ersten Eindrucks des Falles und unter Annahme der Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben, nicht auf Basis einer umfangreichen rechtlichen Prüfung. Die Bewertungen sind nicht verbindlich und dienen nur einer ersten Orientierung.
Die kostenlose Online-Bewertung ist somit vergleichbar mit der unverbindlichen Ersteinschätzung eines Anwalts zu einer Fallschilderung im Rahmen eines ersten Kanzleibesuchs oder einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme zur möglichen Anbahnung einer Mandatserteilung.
Jegliche Haftung für eine Online-Bewertung ist gegenüber den teilnehmenden Rechtsanwälten und/oder dem Betreibern des Deutschen Rechtsforum ausgeschlossen.